Sieben neue Forschungsprojekte gestartet
FVA-Forschungsportfolio wächst um rund 1,64 Mio. €
Zum 1. März 2026 sind in der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) sieben neue Forschungsprojekte gestartet. Mit einem Gesamtvolumen von rund 1,64 Mio. € unterstreichen sie die Innovationskraft der FVA-Community und decken ein breites technologisches Spektrum entlang der gesamten Wertschöpfungskette moderner Antriebssysteme ab.
Die Projekte verteilen sich auf unterschiedliche FVA-Gremien – von Additive Manufacturing über Berechnung und Simulation bis hin zu Fertigungstechnik, Mechatronik und Stirnrädern – und adressieren zentrale Zukunftsthemen wie KI-Methoden, digitale Zwillinge, Systemsimulation sowie tribologische und fertigungstechnische Fragestellungen.
Projekte im Überblick
Die neuen Vorhaben verteilen sich auf verschiedene FVA-Gremien und adressieren zentrale Zukunftsthemen der Branche:
=> FVA 1094 I – Additiv verarbeitbare Dichtungsmaterialien
(Additiv verarbeitbare Dichtungsmaterialien)
Untersuchung und datenbasierte Identifikation geeigneter Materialien für additive Fertigungsprozesse.=> FVA 1106 I – AGENO (CORNET)
(AI-gestützte Auslegung von Radkörper- und Systemstrukturen)
Entwicklung KI-basierter Methoden zur effizienteren Auslegung von Stirnradgetrieben auf Bauteil- und Systemebene.=> FVA 1105 I – CORNET SIGMA
(Oberflächenintegrität beim Zahnradschleifen)
Analyse und Optimierung der Oberflächenintegrität vor dem Hintergrund neuer Anforderungen durch Elektromobilität.=> FVA 1101 I – Digital Twin für Korrosionsprüfung
(Digitaler Zwilling zur Simulation des Korrosionsverhaltens)
Aufbau eines digitalen Zwillings zur verbesserten Prognose von Korrosionsmechanismen und Bauteillebensdauer.=> FVA 69 XI – Erweiterte verlustbehaftete Getriebesystemanalyse
(Integration von Berechnungstools in die Systemverlustanalyse)
Weiterentwicklung ganzheitlicher Systemmodelle unter Berücksichtigung realer Verlustmechanismen.=> FVA 1103 I – Experimentelle Erfassung der Getriebeölströmung
(Experimentelle Analyse von Ölströmungen in Getrieben)
Schaffung belastbarer Validierungsdaten für thermische und tribologische Simulationsmodelle.=> FVA 1104 I – KI-TEHD-Grübchen
(KI-gestützte TEHD-Simulation zur Grübchentragfähigkeit)
Kopplung von Zahnkontaktsimulation und tribologischen Modellen zur verbesserten Bewertung der Grübchentragfähigkeit.
Differenzierte Förderstruktur – mit CORNET-Projekten, Eigenmitteln & IGF
Die neuen Projekte werden über unterschiedliche Förderwege realisiert:
=> 4 Projekte werden aus Eigenmitteln der FVA (FVA-EM) finanziert.
=> 1 Projekt wird über BMWK/IGF gefördert.
=> 2 Projekte werden im Rahmen von CORNET durchgeführt.
Mit CORNET (Collective Research Networking) erweitert die FVA ihr internationales Engagement. Dieses Förderinstrument ermöglicht grenzüberschreitende Forschungskooperationen und stärkt insbesondere die Vernetzung mittelständisch geprägter Industrien im europäischen Kontext. Die Einbindung von CORNET-Projekten in das FVA-Portfolio markiert damit einen wichtigen Schritt hin zu noch stärker international ausgerichteter Gemeinschaftsforschung.
Stärkung der Gemeinschaftsforschung in der Antriebstechnik
Die zum 1. März gestarteten Projekte zeigen einmal mehr:
=> Die FVA verbindet methodische Grundlagenforschung mit konkretem industriellen Nutzen.
=> Digitale Methoden, KI-Ansätze und experimentelle Validierung werden zunehmend integriert gedacht.
=> Nationale und internationale Förderinstrumente ergänzen sich sinnvoll zur Finanzierung zukunftsweisender Themen.
Mit diesen sieben Vorhaben setzt die FVA-Community ein starkes Signal für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Antriebstechnik – wissenschaftlich fundiert, industrienah und zunehmend international vernetzt.
