Sechs neue Projekte starten in zentrale Themen der Antriebstechnik

490.000 € für FVA Eigenmittelprojekte

Es starten 6 neue FVA-Projekte mit einem Gesamtbudget von rund 490.000 €.

Die Projekte adressieren aktuelle Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Fertigung über Simulation und Zustandsüberwachung bis hin zu Komponenten im elektrifizierten Antriebsstrang.
Ergänzt wird das Portfolio durch ein Kooperationsprojekt mit der FVV im Bereich Elektrolyse.


Projektübersicht

FVA 1114 I – Einfluss der Spanflächenrauheit beim Wälzfräsen

Untersucht wird der Einfluss der Oberflächenrauheit und Topologie von Werkzeug-Spanflächen auf Standwege und Verschleiß beim Wälzfräsen. Neben unterschiedlichen Rauheitsstufen werden auch Schleifriefenorientierungen sowie Prozessparameter wie Schnittgeschwindigkeit und Schmierung variiert.

Nutzen für die Industrie:
Verbesserte Auslegung von Werkzeugen und Prozessen mit dem Ziel höherer Standzeiten und stabilerer Fertigungsabläufe.


FVA 1115 I – hAIMoFeed: Hybrid AI-based Model Feedback

Das Projekt entwickelt eine Methode zur NVH-Modellierung, die strukturdynamische Rückwirkungen von Umgebungsstrukturen in zeitbereichsfähige Simulationen integriert. Neuronale Netze unterstützen die Parametrierung auf Basis einfacher Simulationen und Messdaten.

Nutzen für die Industrie:
Reduzierter Modellierungsaufwand bei gleichzeitig nutzbaren und ausreichend genauen Systemmodellen für NVH-Analysen.


FVA 1070 II – Hochfeste und kontinuierlich einstellbare E-Bleche

Verglichen werden drei Ansätze zur Weiterentwicklung von Elektroblechen: zweiphasige Materialien, lokal einstellbare magnetomechanische Eigenschaften sowie hochfeste Bleche. Im Fokus stehen Leistungsdichte, Wirkungsgrad und industrielle Umsetzbarkeit.

Nutzen für die Industrie:
Bewertungsbasis für den Einsatz neuer Elektroblechkonzepte in elektrischen Maschinen.


FVA 1036 II – Lokalisierung von Zahnflankenschäden

Auf Basis von Vibrationsdaten werden Methoden zur zahnindividuellen Lokalisierung von Schäden in Planetengetrieben untersucht. Kombiniert werden physikalische Ansätze mit Autoencoder-basierten Verfahren.

Nutzen für die Industrie:
Verbesserte Diagnosemethoden als Grundlage für zustandsorientierten Betrieb und weiterführende Betriebsstrategien.


FVA 671 IV – Verlustprädiktion nasser Bremsen

Weiterentwicklung datenbasierter Modelle zur Vorhersage von Schleppverlusten unter Einbindung zusätzlicher Datenquellen und Machine-Learning-Ansätzen. Ergänzend werden Einflüsse von Konstruktion und Betriebsbedingungen untersucht.

Nutzen für die Industrie:
Fundierte Auslegung nasser Bremssysteme mit Blick auf Effizienz und zukünftige regulatorische Anforderungen.


FVA 1117 – Ideenentwicklung und Kreativität mittels KI

Wie kann Künstliche Intelligenz kreative Prozesse im Ideenmanagement beschleunigen und verbessern – und welches Potenzial bietet sie für Innovationen in der Antriebstechnik?

Nutzen für die Industrie:
Strukturierte Nutzung von KI zur schnelleren Entwicklung, Bewertung und Umsetzung innovativer Ideen im industriellen Innovationsmanagement.


Neues Kooperationsprojekt mit der FVV

FVA 1591 – Technologievergleich Elektrolyse

In Kooperation mit der FVV werden verschiedene Elektrolysetechnologien (AEL, AEMEL, PEMEL, SOEL) systematisch bewertet. Ziel ist die Einordnung ihrer Eignung für zukünftige Energiesysteme sowie die Ableitung von Anforderungen an Komponenten und Subsysteme.

Nutzen für die Industrie:
Einordnung technologischer Optionen im Bereich Wasserstoff und Ableitung von Entwicklungsbedarfen.


Einordnung für die FVA-Community

Die neuen Projekte greifen aktuelle Herausforderungen aus Industrie und Forschung auf – von robusteren Fertigungsprozessen über effizientere Modellierungsmethoden bis hin zu Komponenten für elektrische Antriebe und die Wasserstoffwirtschaft.

Weiterführende Informationen und Projektdetails stehen in THEMIS zur Verfügung.

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