Forschungsjahr 2026 nimmt Fahrt auf: Sieben weitere Projekte starten in der FVA-Community

Gesamtfördervolumen von rund 2,5 Mio. Euro

Zum Jahresbeginn 2026 sind in der FVA-Community mehrere neue Forschungsprojekte erfolgreich angelaufen. Die Projekte decken ein breites thematisches Spektrum der Antriebstechnik ab – von Werkstoffen und Wälzlagern über Gleitlager und Kunststoffe bis hin zu elektrischen Maschinen und Normungsfragen.

Insgesamt wurden 7 neue Projekte zum 01.02.2026 gestartet, mit einem Gesamtfördervolumen von rund 2,5 Mio. €. Fünf der Vorhaben werden durch das BMWE im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gefördert, zwei Projekte werden aus Eigenmitteln der FVA finanziert. Zwei der Projekte werden zudem in enger Kooperation mit der FVV durchgeführt.

Wie gewohnt bringen die Projekte Industrie, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen innerhalb der FVA-Community eng zusammen und leisten einen wichtigen Beitrag zur vorwettbewerblichen Forschung.

Überblick über die neu gestarteten Projekte

Kunststoffe
AnTraGeo - 
Wechselwirkungen zwischen geometrischer Qualität, Tribologie und Leistungsfähigkeit von Kunststoffbauteilen
Das Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen Fertigungsqualität, Geometrieabweichungen und tribologischem Verhalten von Kunststoffbauteilen. Ziel ist es, belastbare Bewertungsansätze für die Auslegung und Lebensdauerabschätzung zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen eine gezieltere Gestaltung hochbelasteter Kunststoffkomponenten ermöglichen.

Werkstoffe

Eisengussqualität - Eisengussqualität neu gedacht – Grundlagen für zukünftige Anforderungen
Im Fokus stehen neue Bewertungs- und Prüfansätze für die Qualität von Eisengusswerkstoffen. Ziel ist es, den Einfluss von Mikrostruktur und Herstellungsparametern auf Bauteileigenschaften besser zu verstehen. Damit sollen zukünftige Anforderungen an moderne Gusskomponenten fundiert abgeleitet werden.

Grobkorn II - Grobkorn in Einsatzstählen – Mechanismen, Auswirkungen und Bewertung
Das Projekt baut auf vorangegangenen Untersuchungen auf und analysiert die Entstehung und Wirkung von Grobkorn in Einsatzstählen. Ziel ist es, schädigende Mechanismen besser zu quantifizieren und geeignete Bewertungs- sowie Vermeidungsstrategien zu entwickeln.

Elektrische Maschinen

EQual-SoH - Verbesserung der Genauigkeit und Qualität der Zustandsbewertung von Batteriesystemen
EQual-SoH adressiert die präzisere Bestimmung des State of Health von Batteriesystemen. Ziel ist es, bestehende Bewertungsmethoden zu verbessern und neue Kennwerte abzuleiten, um Zuverlässigkeit, Lebensdauerprognose und Sicherheit elektrischer Antriebssysteme zu erhöhen.

Gleitlager

LMD-Gleitlager - Validierung des Laserauftragschweißens und neuer Beschichtungsstrategien für hydrodynamische Gleitlager
Im Projekt werden neue Fertigungs- und Beschichtungstechnologien für Gleitlager untersucht. Ziel ist die Bewertung des Laserauftragschweißens hinsichtlich Tragfähigkeit, Verschleißverhalten und Wirtschaftlichkeit. Die Ergebnisse sollen neue Anwendungsmöglichkeiten für hochbelastete Gleitlager erschließen.

Stirnräder

Weiterentwicklung DIN 3990 - FVA-Enabling Projekt zur Weiterentwicklung der Tragfähigkeitsbewertung von Stirnradgetrieben
Das Projekt unterstützt die Weiterentwicklung der DIN 3990 durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Ziel ist es, bestehende Berechnungsansätze zu überprüfen, zu erweitern und an aktuelle Anforderungen moderner Getriebe anzupassen.

Wälzlager

Wälzlager in Wasserstoff - Bewertung des Einflusses von Wasserstoff auf das Betriebsverhalten und die Lebensdauer von Wälzlagern
Im Fokus steht der Einfluss von Wasserstoffatmosphären auf Werkstoffe, Schmierung und Lebensdauer von Wälzlagern. Ziel ist es, Risiken zu identifizieren und Auslegungsgrundlagen für zukünftige wasserstoffbasierte Anwendungen zu schaffen.


Informiert bleiben

Alle Projektdetails, beteiligten Forschungsstellen sowie aktuelle Laufzeiten sind wie gewohnt in THEMIS zu finden. FVA-Mitglieder können sich dort direkt bei den Projekten eintragen, um fortlaufend über Ergebnisse, Termine und Veröffentlichungen informiert zu bleiben.

Die FVA wünscht allen Projektpartnern einen erfolgreichen Start und freut sich auf die gemeinsamen Forschungsergebnisse.

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