Save the date - FVA-Informationstagung 2019 am 4. & 5. Dezember in Würzburg

FVA Forschungsvereinigung Antriebstechnik präsentiert Spitzenforschung am Puls der Zeit

  • Netzwerktreffen der Antriebstechnik: 570 Teilnehmer, über 100 Unternehmen, mehr als 40 Forschungsstellen
  • Aktuelle Forschungsergebnisse zu über 36 Projekten
  • Rekord bei Einwerbung von Fördermitteln
  • FVA verleiht Hans-Winter-Preis an Kai Neikes von der TU Dresden

Frankfurt am Main, 10. Dezember 2018. Rund 570 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft kamen am 4. und 5. Dezember 2018 nach Würzburg zur 47. jährlichen Informationstagung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. (FVA). Über 100 Unternehmen und mehr als 40 Forschungsstellen aus dem weltweit führenden Forschungs- und Innovationsnetzwerk der Antriebtechnik nahmen an der Veranstaltung teil, um sich über den aktuellen Stand der Forschung und Innovationsthemen der Antriebstechnik zu informieren. Mit einem Technologie Trendradar möchte die Forschungsvereinigung in Zukunft ihre Mitgliedsunternehmen noch besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

Gemeinschaftsforschung sichert Spitzenstellung der Antriebstechnik im Wandel

Deutschland ist weltweit der führende Innovationsstandort für die Antriebstechnik. Die vorwettbewerbliche, gemeinschaftliche Forschung der FVA bildet die Basis für Innovationen in den Unternehmen und somit für die Technologieführerschaft und den weltweiten Markterfolg der Antriebstechnik aus Deutschland. Digitalisierung, Vernetzung, Elektrifizierung und Internationalisierung schaffen neue Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft und auch für die Antriebstechnikbranche und bewirken tiefgreifende Veränderungen. Deshalb befasst sich die FVA gezielt mit den neuen Herausforderungen, die dieser Wandel auch für die Forschungsstrategie der FVA mit sich bringt. Hierzu wurde 2018 das Projekt „Next STEPS“ gestartet, dass auf der Informationstagung vorgestellt wurde. Ziel ist es, den Wandel aktiv zu gestalten. Ein wesentlicher Baustein für die FVA der Zukunft ist dabei die Entwicklung eines „Technologie Trendradars“. Dieser soll es zukünftig ermöglichen, relevante Trends für die Antriebstechnik rechtzeitig zu erkennen und daraus Forschungsprojekte abzuleiten.

„Als weltweit beispielhaftes Forschungs- und Innovationsnetzwerk für die Antriebstechnik ist es die Kernaufgabe der FVA, Anforderungen für die die Zukunft heute schon zu erkennen und ihnen durch passende Forschungsthemen zu begegnen – zum Nutzen aller Mitglieder. Der rasante Wandel macht eine gezielte Forschungsstrategie wichtiger denn je. Nur mit den richtigen Themen in der Gemeinschaftsforschung und deren Umsetzung in nutzenbringende Ergebnisse und Werkzeuge können wir auch in Zukunft einen maßgeblichen Beitrag zur Arbeitsgrundlage für die Entwickler in den Unternehmen bereitstellen, die Innovation in den Unternehmen fördern und somit dem Fortschritt der ganzen Branche dienen“, sagte Dr. Burkhard Pinnekamp, Leiter Zentrale Technik, RENK AG und stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der FVA am Rande der Informationstagung.

Rekord bei Fördermitteleinwerbung

Nach einem überaus erfolgreichen Jubiläumsjahr 2017, bleibt die FVA auch im Jahr 2018 auf Erfolgskurs: 2018 konnte die FVA konnte eine Rekordsumme an öffentlichen Geldern in Höhe von 9,5 Millionen Euro einwerben. Mit Eigenmitteln aus der Industrie in Höhe von 5,4 Millionen Euro standen 2018 insgesamt 14,9 Millionen Euro für Forschung zur Verfügung. Dadurch war es möglich, insgesamt 224 laufende Projekte zu betreuen. 68 neue Projekte konnten gestartet werden, darunter 36, die von der AiF gefördert und 32, die mit Eigenmitteln aus der Industrie finanziert werden. Seit ihrer Gründung 1967 realisierte die FVA über 2000 Projekte für die Antriebstechnik. Die FVA bemüht sich zudem verstärkt und erfolgreich, neue Finanzquellen zu erschließen. Hierbei spielen Sonderforschungsprogramme eine wachsende Rolle. So können die FVA-Mitglieder durch die Kooperation mit weiteren Projektträgern zusätzlich an Fördermitteln in Höhe von 21,8 Millionen Euro teilhaben.

Netzwerktreffen der Antriebstechnik – Spitzenforschung am Puls der Zeit

Auf dem Jahrestreffen der FVA präsentierten Forscher aus Wissenschaft und Industrie ihre aktuellen Forschungsprojekte. In rund 40 Fachvorträgen gaben sie einen Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung und Entwicklung in der Antriebstechnik und zeigten zukünftige Herausforderungen auf. Die Keynote-Vorträge befassten sich in diesem Jahr mit den Themen Innovation und Trendmonitoring.
Dr. Oliver Koch von der Schaeffler Technologies AG & Co. KG gab in seinem Keynote-Vortrag „Next Steps – Vom Trendmonitoring zum Forschungsbedarf“ einen Einblick darin, wie die FVA zukünftige Trends in nutzenbringende Forschungsprojekte überführen möchte, um die Herausforderungen der Antriebstechnik von heute und morgen zu lösen.
Dr. Michael Durst von der Itonics GmbH zeigte in seinem Vortrag „Innovate or Die – Mit Technologie-Radaren das eigene Innovationsportfolio gestalten und steuern“ wie überlebenswichtig es für jedes Unternehmen ist, rechtzeitig Trends zu erkennen und Innovationen voranzubringen.

FVA-Mitgliedsunternehmen Wittenstein für Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert

In seinem Eröffnungsvortrag zur Informationstagung erläuterte Thomas Bayer aus dem FVA-Mitgliedsunternehmen Wittenstein SE anhand des Galaxie-Getriebesystems wie radikale/disruptive Gedanken in einem gelungenen Innovationsprozess zu wegweisenden Innovationen führen können. Er verwies dabei auch auf die Bedeutung vorwettbewerblicher industrieller Gemeinschaftsforschung: „Mit dem Galaxie®-Getriebe ist uns eine bahnbrechende Innovation gelungen. Diese völlig neue Getriebegattung unterscheidet sich radikal von herkömmlichen Getrieben. Sie ermöglicht es uns, in der Antriebstechnik in neue Möglichkeitssphären aufzubrechen. Die WITTENSTEIN SE hat das Tribologiewissen der FVA hierfür als Grundlage genutzt,“ erläuterte Thomas Bayer, Leiter Innovation Lab der Wittenstein SE auf der Informationstagung.

Das FVA-Mitgliedsunternehme Wittenstein SE wurde mit dem Galaxie-Getriebe unter dem Titel „Eine radikal neue Getriebegattung – Produktivitätssprünge für den Maschinenbau“ für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert.

Christian Kunze, seit knapp einem Jahr neuer stellvertretender Geschäftsführer der FVA, betonte auf der Informationstagung die Rolle der FVA als Innovationsmotor für die ganze Branche: „Die Antriebstechnikbranche befindet sich in einem tiefgreifenden, möglicherweise disruptiven Veränderungsprozess, Innovationszyklen werden immer kürzer. Deshalb wollen wir in der FVA noch schneller in der Lage sein, wichtige Themen aufzugreifen und somit unsere Mitgliedsunternehmen in die Lage versetzen, Innovationen in ihren Unternehmen voranzutreiben. Dies generiert Mehrwerte für jedes einzelne Unternehmen und bringt die ganze Branche voran.“

Elektromobilität/Elektrifizierung des Antriebsstrangs immer wichtiger

Auch das Trendthema Elektromobilität spielt im Forschungsportfolio der FVA eine stetig wachsende Rolle. Im Jahr 2018 wurden im Bereich der Elektromobilität und der elektrischen Antriebstechnik insgesamt rund 30 Forschungsprojekte durchgeführt und rund 50 weitere Projekte sind in der Planung. Auf der Informationstagung wurden zahlreiche Forschungsergebnisse zu Projekten der elektrischen Energiespeichertechnik, Mechatronik, E-Motive und geregelten E-Antrieben vorgestellt. Auf besonderes Interesse stießen der Industrie stießen die Vorstudie zu E-Drive Ölen („Entwicklung und Validierung eines „hochvolttauglichen E-Drive Öls für die Kühlung und Schmierung von Elektroantrieben“/FVA 817 I) von der RWTH Aachen und das Projekt  „Doppel-E-Antrieb mit Range-Extender“ (FVA 688 II) von der TU Darmstadt.

Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung in der Antriebstechnik

Im Rahmen der FVA-Informationstagung wurde am 4. Dezember Dipl.-Ing. Kai Neikes vom Institut für Maschinenelemente und Konstruktion (IMM) der Technischen Universität Dresden der 19. Hans-Winter-Preis der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) verliehen. Herr Neikes erhielt die renommierte Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler für seine hervorragende Arbeit und seinen Vortrag zum Thema „Mittelspannungseinfluss bei Wellen und Achsen“ (FVA-Projekt 321 VI). Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird alljährlich auf der FVA-Informationstagung verliehen. Die Experten aus dem FVA-Netzwerk bewerten die Vorträge im Vorjahr nach den Kriterien Nutzenpotenzial, Innovationsgrad und Qualität der Präsentation. Der Hans-Winter-Preis der FVA wird seit dem Jahr 2000 verliehen und honoriert hervorragende wissenschaftliche Leistungen von Nachwuchskräften im Rahmen von FVA-Forschungsprojekten.

Tagungsort

Congress-Centrum (MARITIM-Hotel)
Pleichertorstr. 5
97070 Würzburg

Anfahrtsbeschreibung

Die Tagung in Bildern