Allgemeines Forschungsberichte

Kostenwirkungen der Modularisierung

FVA 659 II | IGF-Nr. 19577 N

Entwicklung eines Modells zur Optimierung der Lebenszykluskosten für modulare Produkte entlang der gesamten Supply Chain

In der heutigen Zeit, in der die Kundenanforderungen an die Individualität und Funktionalität von nachgefragten Produkten immer weiter steigen, werden Unternehmen zunehmend mit der Dringlichkeit zur Erhöhung der Variantenvielfalt sowie der Handhabung der daraus resultierenden Komplexität konfrontiert (vgl. Roth et al. 2014, S. 361). Ein Konzept innerhalb des Komplexitätsmanagements, welches bezüglich dieser Problemstellung besonders vielfältige Potenziale aufweist, stellt die Modularisierung von Produkten dar (vgl. Kersten et al. 2009, S. 1136; vgl. Krause/Gebhardt 2018, S. 113). Die Forschung zum Thema der Effekte modularer Produktstrukturen beschränkt sich derzeit noch in weiten Teilen auf die unternehmensinterne Perspektive (vgl. Skirde 2015). Dabei konkurrieren seit längerem nicht mehr nur Unternehmen mit anderen Unternehmen, sondern viel mehr gesamte Supply Chains (vgl. Becker 2002, S. 64). Dementsprechend erscheint es vielversprechend den Blickwinkel sowohl auf die Supply Chain als auch auf den Produktlebenszyklus zu erweitern, um die Effekte der Produktmodularisierung ganzheitlich zu erfassen.

Durch das im Forschungsvorhaben erarbeitete Gesamtkonzept werden Empfehlungen zur Strukturierung der Supply-Chain im Hinblick auf die Umsetzung von Produktmodularisierungsvorhaben gegeben. Dabei werden die Effekte der Produktmodularisierung den jeweiligen Phasen des Produktlebenszyklus sowie den strategischen Erfolgsfaktoren Kosten, Zeit, Qualität, Flexibilität und Risiko zugeordnet. Des Weiteren können bereits implementierte Modularisierungskonzepte dahingehend überprüft werden, ob der unternehmensspezifisch optimale Auslagerungsgrad bereits erreicht ist oder noch ein ungenutztes Modularisierungspotenzial im Hinblick auf die Struktur der Supply-Chain vorhanden ist.

Das IGF-Vorhaben IGF-Nr. 19577 N der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.