Allgemeines Pressemeldungen

FVA-Informationsveranstaltung 2015 mit Teilnehmerrekord

Keynote: Dr. Andreas Klein, Siemens AG - Nutzen der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung für die Windindustrie

Die jährliche Informationsveranstaltung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) vom 2. bis 3. Dezember im Congress-Centrum Würzburg (Maritim Hotel) stellt zugleich den Höhepunkt und Abschluss im Jahresprogramm des gemeinnützigen Vereins dar. Die jährliche FVA-Informationstagung ist eine Veranstaltung für Mitglieder und Interessierte. Die diesjährige Tagung verzeichnete mit rund 650 Teilnehmern aus 130 Unternehmen der Branche sowie aus mehr als 40 Forschungsinstituten einen neuen Teilnehmerrekord. Das ist ein überzeugender Beleg für die Attraktivität und Netzwerkqualität der Veranstaltung. In 39 Fachvorträgen wurde über die laufenden Forschungsprojekte Bericht erstattet. Darüber hinaus fand eine begleitende Fachausstellung statt. Die Veranstaltung bot eine gute Möglichkeit, dass FVA-Netzwerk, das gesamte Spektrum der FVA-Aktivitäten und -Produkte kennenzulernen und vor allem Kontakte zu knüpfen und mit Experten aus der Branche zu sprechen.

Dr. Arbogast Grunau, Senior Vice President Corporate R&D Competence & Services der Schaeffler Technologies AG und Vorsitzender der FVA betonte auf der Veranstaltung die Vorteile einer FVA-Mitgliedschaft: „Die FVA ist eine starke Community, die uns in der Antriebstechnik voranbringt und Mehrwerte für alle Mitglieder schafft. Denn Grundlagenforschung im Rahmen der vorwettbewerblichen industriellen Gemeinschaftsforschung ist ein wichtiger Faktor für Innovationen und damit auch für unternehmerischen Erfolg. Davon profitieren alle Mitglieder und die gesamte Branche.“

 

 

Die FVA ist das weltweit größte und erfolgreichste Forschungs- und Innovationsnetz-werk der Antriebstechnik, einem der bedeutendsten Fachzweige des deutschen Maschinen- und Anlagebaus. Unter ihrem Dach kommen über 200 Mitgliedsfirmen, mehr als 2000 Experten aus der Industrie und über 100 Forschungsinstitute zusammen, um in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung zusammenzuarbeiten.

Gemeinschaftsforschung spart Kosten und beschleunigt Produktinnovationen

Zum Auftakt der FVA-Informationstagung sprach Dr. Andreas Klein von der Siemens AG über den Nutzen der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung für die Windindustrie. Unter anderem wurde die Möglichkeit hervorgehoben, die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt (Time-to-Market) deutlich zu verkürzen. Dies spart für die Unternehmen nicht nur Entwicklungskosten, vielmehr kann ein Produkt früher am Markt Umsatz erwirtschaften. Ein weiterer Vorteil der Gemeinschaftsforschung ist: Am Beispiel der FVA-Gondel wurde gezeigt, wie die hohen Kosten für Systemuntersuchungen auf mehrere Schultern verteilt werden können.

Einen faszinierenden Blick in die Zukunft bot Dr. Eric Klemp, Geschäftsführer des  Direct Manufacturing Research Center (DMRC) Universität Paderborn, mit seinem anschließenden Vortrag über Trends, Potenziale, Herausforderungen und Chancen additiver Fertigungsverfahren und den 3D-Druck in der Antriebstechnik.

Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung

Zum 15. Mal wurde am am Abend des ersten Tages der Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung verliehen, der an Nachwuchswissenschaftler vergeben wird. Der diesjährige Preisträger Dipl.-Ing. Nils Weber vom Institut für Maschinenkonstruktion und Tribologie (IMKT) der Universität Hannover konnte die Jury mit seiner Arbeit zum Thema „Synchrodynamik“ - Analyse der Bauteilbewegungen und Verschleißunter-suchungen an Synchronisierungen im nicht geschalteten Zustand überzeugen und erhielt ein Preisgeld von 3.000,- Euro. Synchronisierungen sind elementare Komponenten von Doppelkupplungs- und Handschaltgetrieben, wie sie in PKWs eingesetzt werden.

220 Forschungsprojekte in 2015 – FVA stellt Weichen für die Zukunft

Insgesamt blickt die FVA auf ein erfolgreiches Jahr mit 220 Forschungsprojekten zurück, verbunden mit einem finanziellen Gesamtvolumen von 13,2 Millionen Euro. Unter dem Motto „FVA 50+  – Gemeinsam in die Zukunft“ hat sich die Forschungsvereinigung mit der Strategieinitiative 50+ auf den Weg gemacht, die Weichen für die Zukunft zu stellen. In diesem Zusammenhang konnten sich die Teilnehmer über den Stand des Technologie-Roadmappings, der in Zukunft eine bessere strategische Forschungssteuerung ermöglichen soll, sowie über die Vision, die Mission und die Kernwerte der FVA informieren. Ziel dieser Aktivitäten ist es, die Organisation auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten: „Die Branche, die Technologie und das Umfeld der FVA befinden sich in einem starken und beschleunigten Wandel. Wir in der FVA analysieren die zukünftigen Herausforderungen und machen sie damit fit für die Zukunft“, so Bernhard Hagemann, stellvertretender Geschäftsführer der FVA. Denn auch in Zukunft möchte die Forschungsvereinigung Antriebstechnik einen Beitrag dazu leisten, Motor für Innovationen in der Branche und damit für den Erfolg ihrer Mitglieder im weltweiten Wettbewerb zu sein.

Wegweisende Berechnungsplattform für die Auslegung von Antriebssystemen

Auf der Informationsveranstaltung konnten die Teilnehmer erstmals die neue FVA-Workbench 4.0 Next Generation in Live-Vorführungen kennenlernen. Sie ist eine Berechnungsplattform für die Antriebstechnik. Nutzerfreundlich und stark anwendungsorientiert, stehen umfangreiche Element- und Berechnungsbibliotheken für einzelne Maschinenkomponenten oder das Gesamtsystem zur Verfügung.

Auditorium
Hans-Winter-Preisträger - Dipl.-Ing. Nils Weber
Tagungsort CCW in Würzburg
Fachgespräche in der Ausstellung
Institute präsentieren sich
Vorstellung der FVA Workbench NG
Impressionen
Neueste Produkte
Hans-Winter-Preis Trophäe
Preisverleihung am Abend
Abendprogramm