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„Entwicklung eines Hochleistungsdreh- und Wälzstoßprozesses zur Herstellung innenverzahnter Bauteile aus ausferritischem Gusseisen mit Kugelgraphit (ADI)“

FVA 781 I, IGF-Nr. 19232 N

Die anspruchsvolle Zerspanbarkeit von ADI stellt ein wesentliches Hemmnis für den wirtschaftlichen Einsatz dieses Werkstoffs in der Antriebstechnik dar. Gerade für Fertigungsverfahren zur Zahnradherstellung, wie beispielsweise dem Wälzstoßen, liegen keine öffentlich zugänglichen, systematischen und wissenschaftlich erforschten Kenntnisse vor. Auch bei der Drehbearbeitung, insbesondere bei der Bearbeitung der Randzone im gussrauen Zustand, besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf. Ziel des Forschungsprojektes war es, den Einfluss von Schnitt- und Prozessbedingungen (z. B. Werkzeug- und Schneidstoffauswahl) auf die Drehbearbeitung von ADI grundlegend zu untersuchen und auf die Herstellung von Verzahnungen zu übertragen.

Dabei wurde tiefgreifendes Verständnis über die spanende Bearbeitung der Randzone (Gusshaut) von Zahnrädern aus ADI aufgebaut. Das zweite Teilziel des Projektes war es den Einfluss der Schnittaufteilung bei der Verzahnungsherstellung, sowie den Einfluss der Gusshaut bei Prozessen mit mehrflankigen Spänen anhand des Wälzstoßens und davon abgeleiteten Analogieprozessen zu bewertet. Dabei wurden Empfehlungen für eine verbesserte Schnittaufteilung und Prozessparameterauswahl der einzelnen Schnitte gegeben. Durch die Umsetzung der beiden Ziele wurde eine ganzheitliche Betrachtung der spanenden Fertigung von Zahnrädern aus ADI gewährleistet und eine wirtschaftliche Herstellung dieser Bauteile ermöglicht.

Das IGF-Vorhaben IGF-Nr. 19232 N der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.