Allgemeines Erstellt von Frank Brückner, FVA e.V.

Dr. Arbogast Grunau neuer FVA-Vorsitzender

(v.l.n.r.: Dr. Nauenheimer, ZF; Dr. Grunau, Schaeffler; Dr. Schliephack, Reintjes; Rauen, FVA; Hagemann, FVA)

FVA-Informationsveranstaltung mit über 600 Teilnehmern aus Industrie und Wissenschaft

Im Rahmen der jährlichen Infotagung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) vom 2. bis 3. Dezember in Würzburg, wurde am gestrigen Tag Dr. Arbogast Grunau, Leiter Zentrale Entwicklung der Schaeffler AG, zum neuen Vorsitzenden des FVA-Vorstandes gewählt. Die Delegierten der FVA-Mitgliedsunternehmen sprachen Dr. Grunau, der bislang stellvertretender Vorsitzender des FVA-Vorstandes war, ihr Vertrauen aus und dankten dem Amtsvorgänger Dr. Christian Schliephack, Geschäftsführer der Reintjes GmbH, für sein langjähriges Engagement in der FVA.

„Ich freue mich auf die Gestaltungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit den Akteuren des FVA-Netzwerkes, denn es gilt wichtige Themenfelder für die FVA zu bearbeiten. Dazu zählt beispielsweise die Weiterentwicklung der Forschungsbereiche zur Elektromobilität und Windkraft sowie die strategische Ausrichtung der FVA für die Zukunft“, so Dr. Grunau nach der Wahl.
Ebenfalls erfreut äußerte sich Hartmut Rauen, Geschäftsführer der FVA:
„Mit Dr. Arbogast Grunau können wir einen Vorsitzenden begrüßen, der die FVA gut kennt und mit großer Erfahrung in Industrie und Wissenschaft ein starker Fürsprecher der industriellen Gemeinschaftsforschung ist. Für den zukünftigen Weg der FVA als führendes Innovationsnetzwerk der Antriebstechnik ist dies sehr wertvoll.“

Verleihung des Hans-Winter-Preises
Die diesjährige Informationsveranstaltung ist mit über 600 Teilnehmern aus Unternehmen der Branche sowie aus Forschung und Wissenschaft sehr gut besucht, was die Attraktivität und Netzwerkqualität des Termins eindeutig belegt.
Zum Auftakt der FVA-Informationstagung sprach Dr. Pinnekamp von der Renk AG als Gastredner über Forschung, Normung und den Abgleich mit der industriellen Praxis. Zudem wurde am Abend des ersten Tages der Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung verliehen. Der diesjährige Preisträger, Dr. Andreas Maiwald,  Geschäftsführer von Maiwald Engineering, konnte die Jury mit seiner Arbeit zum Thema „Ringwandern bei angestellten Lagern und Radiallagern unter kombinierten Belastungen“ überzeugte.

Im Rahmen der beiden Veranstaltungstage bietet sich die Gelegenheit an rund 60 Fachvorträge und Workshops rund um die aktuellen Forschungsthemen der FVA teilzunehmen, das Produktportfolio der FVA Software kennenzulernen sowie die begleitende Ausstellung mit 20 teilnehmenden Unternehmen zu besuchen.

Über 200 Projekte in 2014
Insgesamt blickt die FVA als weltweit führendes Innovationsnetzwerk der Antriebstechnik auf ein erfolgreiches Jahr zurück, mit 220 Forschungsprojekten.
„Das Konzept der industriegetriebenen Forschungsagenda macht die industrielle Gemeinschaftsforschung in der FVA für die beteiligten Unternehmen so wertvoll und bietet echte Mehrwerte. Allein in 2014 wurden Projektinvestitionen von 12,4 Millionen Euro getätigt, davon profitieren alle Beteiligten und letztlich auch der Branchennachwuchs in der Antriebstechnik“, so Dr. Harald Naunheimer, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der FVA und Leiter Forschung und Entwicklung des ZF-Konzerns, im Rahmen der Veranstaltungseröffnung.

Antriebstechnik im Zentrum der Entwicklungen
Einmal mehr zeigt sich im Rahmen der FVA-Informationstagung, dass die deutsche Antriebstechnik wichtige Schlüsseltechnologien für Energieeffizienz und Leistung liefert, die sich von der Automotive Industrie bis zur Windkraft wiederfinden. Zudem ist die Antriebstechnik mit ihren intelligenten Komponenten an der Quelle des Data Mining für Industrie 4.0 verortet, was ihr für die vierte industrielle Revolution eine besondere Relevanz zukommen lässt. Die Antriebstechnik steht demnach im Zentrum der Entwicklungen.