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Die optimale Schmierung von Antriebssträngen

Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. Franz Joachim

Vierter GETLUB Kongress versammelt 120 Experten der Antriebstechnik   

Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) den GETLUB Kongress, der in diesem Jahr vom 09. bis 10. März in Würzburg stattfand. Die optimierte Schmierung ist von essentieller Bedeutung für die Entwicklung sowie für den reibungsarmen und schadensfreien Betrieb von Getrieben, der Schmierstoff ist deshalb ein wesentliches Konstruktionselement. Das zentrale Thema der Veranstaltung war die optimierte Schmierung von Antriebssträngen.

Vorträge und Diskussionen auf hohem Niveau

Im Rahmen von insgesamt acht Themenschwerpunkten wurde den 120 Teilnehmern ein breites Spektrum an Vorträgen aus Industrie und Wissenschaft geboten. Darunter waren Beiträge zur Schmierstoffüberwachung/Condition Monitoring, zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, zur  Schmierstoffentwicklung, unter anderem bei Kunststoffanwendungen, zu speziellen Getriebeanwendungen, bis hin zu Schmierstoffprüfverfahren und -anforderungen, Analyseverfahren und Tribosystemen. Die Themenfelder um neue Materialien, Schadensmechanismen, Verschleißmechanismen, Sensorik und auch die Berechnung und Simulation wurden auf der Tagung aus der Sicht der Tribologie und Schmierungstechnik auf hohem Niveau diskutiert. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge über zukünftige Herausforderungen an Schmierstoffe.

Große Herausforderungen an Schmierstoffe der Zukunft – Forschung gefragt

„Der GETLUB Kongress zeigt in beeindruckender Weise, dass der Schmierstoff als Konstruktionselement eine sehr breite und intensive Aufmerksamkeit in der Forschungs- und Entwicklungslandschaft bekommt. Die technisch-wissenschaftliche Breite der Vorträge spiegelt die Komplexität wider, die aus der Interdisziplinarität von tribologischen Fragestellungen erwächst. Das leistungsstarke FVA-Netzwerk hat mit dem GETLUB Kongress ein exzellentes Forum, um die Fragestellungen rund um die Tribologie zu diskutieren und neue Erkenntnisse zu gewinnen, die zu tauglichen Lösungen in der Anwendung führen,“  so Dr. Lutz Lindemann, Vorstandsmitglied der Fuchs Petrolub S.E und Mitglied des FVA-Vorstandes. In seinem Keynote-Vortrag skizzierte Lutz Lindemann auch die zukünftigen Herausforderungen an Schmierstoffhersteller:  „Neue Technologien, neue Materialien, erhöhte Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten und nicht zuletzt neue Geschäftsmodelle im Kontext von Industrie 4.0 erfordern neue Lösungen von den Schmierstoffherstellern. In diesem Zusammenhang müssen wir als ganze Branche auch mehr in Grundlagenforschung investieren. Die FVA bietet hierzu mit ihrem Forschungsnetzwerk hervorragende Möglichkeiten im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung.“
Sehr zufrieden mit dem Kongressverlauf zeigte sich auch der stellvertretende Geschäftsführer der  Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA), Bernhard Hagemann: „GETLUB hat das Ziel, den direkten Austausch zwischen Forschung und Industrie zu ermöglichen. Ingenieuren und Technikern aus Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Betrieb und Service bieten wir damit eine Networking-Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Experten.“

Prof. Dr.-Ing. Bernd-Robert Höhn, TU München, Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau (FZG)
Torsten Murr, Shell Global Solutions (Deutschland) GmbH bei seiner Keynote zu 'Shell s Gas to Liquid (GtL) Grundöle und ihre Anwendung als Automotive Schmierstoffe'
Dr. Lutz Lindemann, Vorstandsmitglied der Fuchs Petrolub S.E und Mitglied des FVA-Vorstandes