Richtlinien

Die FVA greift normative Forschungsvorhaben und technische Verfahren auf und bereitet diese als einheitliche Richtlinie für FVA-Mitglieder, für deren Kunden und Lieferanten auf.

FVA-Richtlinienentwurf: Qualitätsbestimmung für Schneckenradbronzen

Diese Richtlinie bietet die Grundlage für die Festlegung von technischen Lieferbedingungen für die Lieferung von Gussstücken aus den Werkstoffen CuSn12Ni2-C (CC484K) der Norm EN 1982 [1] oder deren zwischen Hersteller und Abnehmer abgestimmten Abwandlungen. Für den Einsatz als Schneckenrad in Schneckengetrieben dienen dazu in der gegenwärtigen industriellen Praxis anwendungsspezifische Kriterien für die Gefügeausbildung, für die mechanischen Eigenschaften und für die chemische Zusammensetzung. Zur Bestimmung dieser Kriterien definiert die Richtlinie auf praxistaugliche Art und Weise die Form und Lage der erforderlichen Proben, die Probenvorbereitung, die Prüfverfahren und die Dokumentation der Prüfergebnisse.

Die Richtlinie stellt einen Entwurf dar.

Einsprüche können noch bis zum 28.02.2017 an dirk.arnold(at)vdma.org gesandt werden.

FVA-Richtlinie: Zählverfahren zur Bildung von Kollektiven und Matrizen aus Zeitfunktionen (FVA 131 IV)

Ersetzt FVA-Merkblatt 0/14, welches erstmalig 1988 erschienen ist. Da die Zählverfahren in Büchern über Betriebsfestigkeit meist nur marginal behandelt werden, war ein ständiger Bedarf vorhanden, so dass die FVA-Geschäftsstelle bis heute mehrfach unveränderte Auflagen zur Verfügung gestellt hat. Da es seitdem eine Reihe spezifischer Weiterentwicklungen gegeben hat - so hat sich zum Beispiel die Rainflowzählung inzwischen weltweit etabliert - war eine Aktualisierung des Merkblattes notwendig.

Dieses Merkblatt wurde nun, nach über 20 Jahren, verbessert, erweitert und aktualisiert. Es ist in dieser Form zu einer FVA-Richtlinie „Zählverfahren“ geworden. Der Gebrauch ist unkompliziert. Der Anwender wird sich klarer über seine Aufgabe mit Hilfe des sinnfällig gegliederten Inhaltsverzeichnisses. Jedes Zählverfahren wird ergänzt durch eine Bewertung und Empfehlung.

Verfahrensvergleiche und Hinweise zur Anwendung der Zählverfahren erleichtern das Arbeiten mit der Richtlinie.

FVA-Richtlinie: Vereinheitlichung von Tragfähigkeitsversuchen (FVA 563 I)

Empfehlungen zur Vereinheitlichung von Tragfähigkeitsversuchen an vergüteten und gehärteten Zylinderrädern

Ersetzt FVA-Merkblatt 0/5

Zahnradtragfähigkeitsversuche, insbesondere Flankentragfähigkeitsversuche, sind im Vergleich zu anderen Prüfverfahren im Allgemeinen sehr zeitaufwendig und kostenintensiv.

Bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Versuche muss deshalb hier verstärkt Sorge getragen werden, dass sämtliche Parameter erfasst und in geeigneter Form dokumentiert werden, die für eine reproduzierbare Durchführung der Versuche sowie für den Vergleich einzelner Versuche miteinander unabdingbar sind.

Die vorliegende Empfehlung zur Vereinheitlichung von Flanken- und Fußtragfähigkeitsversuchen versteht sich als chronologische Auflistung dieser Parameter bei gleichzeitiger Beschreibung der Vorgehensweise zu ihrer Ermittlung und Dokumentation, wo dies nicht als bekannt vorausgesetzt werden kann. Sie ersetzt jedoch nicht die detaillierte Absprache und Festlegung der einzelnen Aufgabenschwerpunkte zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber.

Die Richtlinie besteht aus folgenden Teilen:

I. Teil: Empfehlungen zur Vereinheitlichung von Zahnflankentragfähigkeitsversuchen an vergüteten und gehärteten Zylinderrädern

II. Teil: Empfehlungen zur Vereinheitlichung von Zahnfußtragfähigkeitsversuchen an vergüteten und gehärteten Zylinderrädern

FVA-Richtlinie: Ölwechsel in Getrieben

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Getriebeöle auf dem Markt. Ist das Servicepersonal mit deren unterschiedlichen Funktionen nicht vollständig vertraut, kommt es oft zu Fehlern beim Wechsel des Öls. Aus diesem Grund hat die FVA die Richtlinie „Ölwechsel in Getrieben“ erstellt. Diese bietet Konstrukteuren, Betreibern und dem Servicepersonal alle notwendigen Informationen für einen fachgerechten Schmierstoffwechsel in Getrieben. Die Richtlinie entspricht dem Stand der Technik zum Zeitpunkt ihrer Erstellung.

Anwendungsbereich

Die Richtlinie gilt für Ölwechsel in Industriegetrieben aller Art. Sie deckt auch Getriebe in Marineanwendungen ab, unabhängig vom eingesetzten Schmieröl. Für den Ölwechsel in Getrieben von Straßen- und Schienenfahrzeugen sowie von Bau- und Landmaschinen sind die Vorschriften der entsprechenden Hersteller maßgebend. Die FVA-Richtlinie kann hierzu unterstützend hinzugezogen werden.

Die FVA-Richtlinie dient als Leitfaden; sie ist keine Empfehlungsliste. Als offizielle Empfehlung gelten ausschließlich die Vorgaben des Getriebeherstellers in Abstimmung mit dem Hersteller der Betriebsschmierstoffe. Fettgeschmierte Getriebe werden in dieser Richtlinie nicht berücksichtigt.

Download: FVA-Richtlinie „Ölwechsel in Getrieben“

FVA-Programmierrichtlinie

Bei der Entwicklung von Berechnungsprogrammen auf Basis von Forschungsarbeiten wird in der FVA eine einheitliche Vorgehensweise und Strategie angewendet. Im Wesentlichen müssen hierbei zwei Alternativen in Betracht gezogen werden. Die FVA unterstützt zwei wesentliche Softwareplattformen in ihrer Berechnungswelt. Diese sind die FVA-Workbench (Eigenentwicklung der FVA) und die Simulationssoftware SIMPACK (eine Entwicklung der SIMPACK AG). Ziel des geplanten Vorhabens sollte immer die Ergänzung und/oder Erweiterung der Berechnungsmöglichkeiten dieser beiden Plattformen sein. Sollten von der projektbegleitenden Arbeitsgruppe andere Anforderungen an Sie herangetragen werden, so sind diese in einem offiziellen FVA-Protokoll zu dokumentieren.

In der Regel bestehen Forschungsprojekte (mit dem Ziel das Wissen in Form von Software anwendbar zu machen) immer aus zwei Themenblöcken. Zum einen den theoretischen Forschungsanteil, zum anderen den Teil in dem die Erkenntnisse in die Software implementiert werden. Diese Phasen sollten, insbesondere bei der Zeitplanung, getrennt betrachtet werden. Die im Folgenden beschriebenen Prozesse beziehen sich im Wesentlichen auf die Teile eines Forschungsprojektes, die sich mit der tatsächlichen Umsetzung der Ergebnisse in eine Software befassen. Diese sollen helfen die Arbeiten im Detail zu planen und das Projekt erfolgsorientiert abzuschließen.

Download: FVA-Programmierrichtlinie

Nutzung einer Lizenz des SIMPACK FVA Bundles im Rahmen der FVA Mitgliedschaft: Informationen zur Nutzung des SIMPACK FVA Bundles

FVA – Berechnungsvorschlag: Tragfähigkeitsberechnung von Achsen und Wellen -Ergänzung zu DIN 743 - 5/2004

Weitere Richtlinien befinden sich gerade in der Erstellung bzw. Überarbeitung

FVA 616 Richtlinie „Entnahme von Ölproben aus Getrieben“ (in Erstellung)

Die FVA erarbeitet eine Richtlinie für die Entnahme von repräsentativen Ölproben aus Zahnradgetrieben. Diese Richtlinie ist eine Empfehlung, keine Norm.

Die Richtlinie bezieht sich auf die Entnahme von Ölproben aus Getrieben von Industrie- und Marineanwendungen, von Land- und in Baumaschinen und von Schienenfahrzeugen. Für andere Anwendungen kann diese Richtlinie unterstützend hinzugezogen werden. Die Entnahme von Proben aus fettgeschmierten Getrieben wird nicht behandelt.

Diese Richtlinie ersetzt das FVA-Merkblatt Nr. 0/12/2 („Ölprobenahme aus Getrieben“, Stand April 1988).

Ansprechpartner: Dirk Arnold